Themen/Regionen: Europa
Zwischen Rußland und dem Westen. Das Baltikum in gefürchteter Zwischenlage
Das deutsche Ziel einer Kongruenz von NATO- und EU-Mitgliedschaft der baltischen Staaten muß nach Auffassung des Autors zurückgestellt werden. Deutlichen Vorrang müsse die Osterweiterung der EU haben, ohne daß das Ziel der Osterweiterung der NATO aufgegeben wird. Aus deutscher Sicht ist eine Ausdehnung der Stabilität im Ostsee-Raum über die EU-Mitgliedschaft des Baltikums ausgesprochen förderlich.
Europas Reform. Neuerscheinungen zur Perspektive der europäischen Integration
Ausführlich stellt der Verfasser die nachfolgend aufgeführten aktuellen Neuerscheinungen zur Reichweite und Richtung einer Reform von Strukturen und Prozessen der Europäischen Union dar. Trotz zahlreicher Unterschiede im Detail signalisieren die Studien konzeptionellen Konsens in den Kernfragen der institutionellen Anpassung der EU an die bevorstehende Erweiterung nach Süden und nach Osten, der Sicherung der demokratischen Legitimation der EU-Gesetzgebung sowie die Ausgestaltung der sicherheitspolitischen Funktion der Westeuropäischen Union – alles auch Themen der Regierungskonferenz 1996.
Eine neue Wirtschafts- und Sozialordnung für Europa. Paradigmenwechsel in Ost und West
Die Unterschiede zwischen West- und Osteuropa sind die Folge einer viele Jahrhunderte umfassenden Entwicklung. Als Konsequenz der Öffnung Mittel- und Osteuropas und der aufgrund des wirtschaftlichen und sozialen Gefälles einsetzenden Wanderungsbewegungen müssen sich die Europäer daran gewöhnen, künftig dicht gedrängt auf einem kleinen Kontinent zu leben. Der aus dieser Übergangsphase resultierende Paradigmenwechsel weist Deutschland vermutlich eine wichtige Rolle zu.
Die kulturelle Dimension Europas
Mariano Delgado u. Matthias Lutz-Bachmann (Hrsg.), Herausforderung Europa. Wege zu einer europäischen Identität, München: C.H. Beck 1995, 234 S., 22,00 DM.
Wissen statt Überzeugung. Europäische Kulturpolitik in und mit den Staaten Mittel- und Osteuropas
Nicht nur die Errungenschaften des Kapitalismus, auch ein komplexes Netz neuer Kulturforen haben die mittel- und osteuropäischen Nachbarn zur Rückkehr nach Europa bewegt, stellt der tschechische Botschafter in Bonn fest. Der Austausch von Wissen als Grundlage des Kennenlernens müßte die Basis einer neuen gesamteuropäischen Kulturpolitik sein.
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