Themen/Regionen: Europa

Glauben wir noch an Europa? Ein Abbruch der EU-Osterweiterung hätte Folgenfür Sicherheit und Stabilität

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Von: Carl Bildt

Statt die bisherige Geschichte der Europäischen Union nach dem Fall des Ostblocks als Erfolgsgeschichte zu begreifen, macht sich im Westen Europa-Pessimismus breit. Wie viele Länder werde man noch aufnehmen können, fragen sich etliche Bürger und Politiker. Doch eine wirtschaftliche und kulturelle Integration des Balkans und langfristig der Kaukasus-Region würde auch Westeuropa mehr Frieden und Wohlstand bringen.

Große Dynamik im Osten. Die neuen EU-Staaten wollen zum Westen aufschließen

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Von: Reinhold Vetter

Schon jetzt ist die wirtschaftliche Entwicklung der neuen EU-Staaten in Ostmitteleuropa eine Erfolgsgeschichte. Die 15 „Altmitglieder“ der Gemeinschaft im Westen profitieren davon, tun sich aber auch schwer mit der neuen Konkurrenz aus dem Osten. Der Erfolg ist den Neuen beileibe nicht in den Schoß gefallen. Und sie werden noch Jahre brauchen, um die einschneidenden politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Folgen des harten Transformations- und Reformprozesses zu verarbeiten.

Die Konsensmaschine surrt. Das euroskeptische Kampfgeschrei aus dem Osten wird leiser

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Von: Konrad Schuller

Weg mit den Kettenpanzern: Das antieuropäische östliche Kampfgeschrei wird leiser

Tiefe Risse in der Demokratie. Der Populismus als Faktor der ostmitteleuropäischen Politik

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Von: Adam Krzeminski

Die populistischen Auswüchse der letzten Jahre in Polen, Litauen, Ungarn und der Slowakei kamen nicht von ungefähr erst nach dem vollzogenen EU-Beitritt zum Vorschein. Der Populismus ersetzt linke und rechte totalitäre Ideologien – und er artikuliert die Spannungen zwischen den Gewinnern und den sich ausgeschlossen Fühlenden der Gesellschaft.

Das dritte Jahr. Rückblick auf den utopischen Soll-Zustand einer Region

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Von: György Dalos

In mitteleuropäischen Dissidentenkreisen wurde der Zusammenbruch des Ostblocks und das, was dann kommen würde – McDonalds, Arbeits-losigkeit, Peep-Shows – recht prophetisch vorhergesehen. Nicht vorher-sehbar waren: die rasende Geschwindigkeit der Entwicklung, die neuen Nationalismen, das Desinteresse an der Union – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Lage der EU dramatisch zuspitzt. Im dritten Jahr der Wiedervereinigung ist der Osten ebenso ratlos wie der Westen.