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Verstärkung ohne Wirkung
US-Präsident Barack Obama hat angekündigt, das Truppenkontingent in Afghanistan vor Beginn des Abzugs 2011 zunächst um 30 000 Soldaten aufstocken zu wollen. Wie wirksam ist diese Maßnahme?
Die Entsendung zusätzlicher US-Soldaten nach Afghanistan wird die Lage dort nicht verbessern, glauben 54 Prozent der Bundesbürger. Nur 16 Prozent sind der Meinung, dass sich das Land mit Hilfe einer Truppenaufstockung besser befrieden ließe. Ein Viertel der Befragten geht sogar von einer Verschlechterung der Friedenschancen aus. Besonders pessimistisch ist die Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen. 34 Prozent dieser Altersgruppe glauben sogar, dass die Aufstockung der Truppen negative Konsequenzen haben wird. Dagegen versprechen sich 22 Prozent der 45- bis 59-Jährigen günstige Auswirkungen. Sie sind damit die optimistischste Altersgruppe. Noch am positivsten sehen mit 24 Prozent die Anhänger der SPD eine Truppenverstärkung. Im Gegensatz dazu glaubt nur knapp ein Zehntel der Wähler der Linken, dass durch die Erhöhung der Truppenstärke die Chancen auf ein Kriegsende steigen. 34 Prozent dieser Gruppe rechnen eher mit einer Verschlechterung der Lage. Ähnlich weit verbreitet ist diese Überzeugung bei den Grünen-Wählern (30 Prozent). Generell erwarten die Anhänger aller Parteien (CDU/CSU, FDP, SPD, Linke, Grüne) mehrheitlich weder positive noch negative Effekte durch eine Aufstockung. Am stärksten sind in dieser Kategorie die Wähler der FDP mit 62 Prozent vertreten, gefolgt von den Wählern der CDU/CSU und der Linken. Herkunft und Bildung haben keine nennenswerten Auswirkungen auf das Meinungsbild.


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