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Erschienen in: Ausgabe Dezember 2008

Zitate

Unterschiedliche Meinungen stellen keine Tragödie dar.“
Dmitri Medwedew, russischer Präsident, über das geplante Treffen mit dem gewählten US-Präsidenten Barack Obama, 13. November 2008 in Cannes.

Behalte dir die Beständigkeit deines Rückgrats, aber lasse dich nicht auf Kämpfe ein.“
Recep Tayyip Erdogan, türkischer Ministerpräsident, in einem Interview vom 10. November 2008 an den gewählten US-Präsidenten Barack Obama.

Wenn uns diese Finanzkrise überhaupt etwas gelehrt hat, dann die Tatsache, dass es keine blühende Wall Street geben kann, während die Main Street leidet.“
Barack Obama, gewählter US-Präsident, nach dem Wahlsieg am 5. November 2008 in Chicago.

Wenn eine freie Gesellschaft nicht den vielen armen Menschen helfen kann, dann kann sie auch nicht die wenigen Reichen retten.“
US-Präsident John F. Kennedy bei seiner Antrittsrede am 20. Januar 1961 in Washington.

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1976: „Wirtschaftskrise und Atlantische Allianz“

„Viel schlimmer aber ist die Tatsache, dass die herkömmlichen haushalts- und währungspolitischen sowie steuerlichen Heilmittel – selbst in hoher Dosierung – weder die Arbeitslosigkeit wesentlich reduzieren noch die Inflation in akzeptablen Grenzen halten und erst recht nicht beides zugleich erreichen können. (...) Heute besteht für die [atlantische] Allianz noch immer die militärische Bedrohung, doch parallel dazu gibt es eine wirtschaftliche Bedrohung. Der Geist der Zusammenarbeit und der Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem (...) verdient auf den wirtschaftlichen Bereich übertragen zu werden, um einen erklärten Feind der Allianz zu besiegen: die gegenwärtige Wirtschaftskrise.“

Jacques Billy: Wirtschaftskrise und Atlantische Allianz, Europa-Archiv,
3/1976 , S. 85–92.

Zahlen

11,4

Laut einer Studie der Flüchtlingskommission der Vereinten Nationen sind 2007 weltweit 11,4 Millionen Menschen wegen Hungersnöten, Umweltkatastrophen und Kriegen aus ihrem Heimatland vertrieben worden. Mit rund fünf Millionen Flüchtlingen weist Asien die höchste Zahl auf, gefolgt von Afrika mit 2,5 Millionen. In Europa mussten im letzten Jahr rund 1,5 Millionen Menschen aus ihrer Heimat fliehen.

46

Innerhalb der letzten drei Jahre sind 46 Tonnen geschmuggeltes Kokain auf Charterflugzeugen zwischen Westafrika und Europa beschlagnahmt worden. Vor 2005 lag die Menge noch unter einer Tonne jährlich. Aufgrund der zunehmenden europäischen Nachfrage haben südamerikanische Drogenhändler Westafrika als Transitzone auserkoren; von dort können die Drogen relativ unbehelligt nach Europa geschmuggelt werden. Dabei werden vor allem regierungsschwache Staaten wie Senegal, Nigeria und Guinea ausgewählt, die dadurch weiter an Stabilität verlieren. Die zwei größten Kokainmärkte in Europa sind Großbritannien und Spanien.

50

In Russland ist die Zahl der fremdenfeindlich motivierten Gewalttaten seit dem Vorjahr um 50 Prozent gestiegen. Von Januar bis Oktober wurden insgesamt 113 Menschen ermordet und 340 verletzt. Der Fremdenhass in den sozialen Brennpunkten Moskau, St. Petersburg und Voronesch richtet sich vor allem gegen die russische Bevölkerung aus dem Kaukasus und Sibirien.

450

China wird nach dem aktuellen Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) bis 2030 einen Ölbedarf von 450 Millionen Tonnen haben, mehr als Indien und der Nahe Osten, die mit 250 Millionen Tonnen an zweiter Stelle stehen. Damit wären China und der Nahe Osten für 63 Prozent der weltweit steigenden Ölnachfrage verantwortlich. Die Gruppe der OECD-Länder ist die einzige, die ihren Bedarf senken wird. Das Weltwirtschaftsforum hat die Bedeutung Chinas für die Ölnachfrage bestätigt: Eine dortige Rezession würde die Öl- und Gasindustrie etwa 1000 Milliarden Dollar jährlich kosten und die Branche existenziell bedrohen. Die steigende Nachfrage der Schwellenländer wird den Ölpreis laut IEA in den nächsten Jahren wieder deutlich in die Höhe treiben.

Wirtschaftsbarrieren weltweit

Eine Firma, die eine neue Geschäftsstelle eröffnen möchte, kann dies am einfachsten in Singapur tun. Laut dem Doing Business Report 2009 der Weltbank folgen dem Spitzenreiter Neuseeland und die USA; Deutschland ist im letzten Jahr von Rang 20 auf 25 gesunken. Das Schlusslicht bilden fünf mittelafrikanische Staaten – am Ende, auf Platz 181, liegt die Demokratische Republik Kongo.

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