Rezensionen

Abstieg eines Shooting-Stars

Der Optimismus ist verflogen, die Krise ist da: Neuerscheinungen zu Spanien

von Armando Garcia Schmidt | 29.06.2010

Was ist nur mit Spanien los? Die einstige Vorzeige-Volkswirtschaft unter den Euro-Staaten steht tief in den roten Zahlen. Von Europa-Euphorie ist während der spanischen Ratspräsidentschaft nichts zu spüren, und der demokratische Konsens droht an der unerledigten Aufarbeitung von Unrecht während des Franco-Regimes zu zerbrechen.

Wo Obama eine Chance hat

In Südostasien muss der Islamismus nicht zum antiwestlichen Dschihad führen

von Carlos Widmann | 29.06.2010

Die Wandlung des kompromissfreudigen Islam in Südostasien in den strengeren, radikaleren Islamismus von heute lässt die Alarmglocken schrillen. Die nächste Front im Kampf der Kulturen? Nicht notwendigerweise. Christopher Bond und Lewis Simons legen alle Erkenntnisse vor, die in Südostasien ein Desaster des Westens vermeidbar machen sollten.

Villa Kunterbunt

Wer Indien verstehen will, muss lesen. Viel lesen

von Jörg Himmelreich | 29.06.2010

Zukunftslabor der IT-Branche, Boomland und Armenhaus, Schmelztiegel von Religionen und Sprachen: Der immer wieder prophezeite Aufstieg Indiens führt zu einer Flut von Neuerscheinungen, vornehmlich im englischen Sprachraum. Die Neugier, über Indien zu lesen wächst, um doch nur immer neue Fragen aufzuwerfen. Sieben Versuche.

Schrumpfen lernen

Was die Welt an den Rand des finanziellen Ruins trieb und wie sie zu retten wäre

von Thomas Speckmann | 28.04.2010

Wie konnte eine der größten Handelsbanken der Wall Street pleite gehen? Der Fall Lehman Brothers hat die globale Finanzwelt in ihren Grundfesten erschüttert. Um die Folgen der Krise zu bewältigen, wird mehr als nur eine geringfügige Korrektur am Finanzsystem nötig sein. Drei Neuerscheinungen schildern die Ursachen und machen Lösungsvorschläge.

Supermacht mit Selbstzweifeln

Wie Amerika sich neu erfinden könnte: vier Vorschläge

von Christian Hacke | 28.04.2010

Guantánamo, Finanzkrise, transatlantische Verstimmungen: kein leichtes Erbe, das US-Präsident Barack Obama im vergangenen Jahr von seinem Vorgänger George W. Bush angetreten hat. Doch liegen die Wurzeln für die aktuelle Misere nicht viel tiefer? Neue Bücher über Machtmissbrauch, Konsumsucht und die Schattenseiten des American Dream.

Das große Versprechen

Wie Amerika an Europa genesen soll – und dann die ganze Welt

von Jan Techau | 28.04.2010

Europa, ein politischer Zwerg mit schwächlicher Wirtschaft und freizeitsüchtigen Halbtagswerktätigen? Ganz falsch, sagt der Politologe Steven Hill. Und präsentiert seinen staunenden Lesern den alten Kontinent im Widerspruch zur herrschenden US-Lehre als veritables Übervorbild für Amerika und den Rest der Welt.

Mütterchen Russland und die Moderne

Neue Bücher zur russischen Geschichte und Gegenwart

von Stefan Meister | 26.02.2010

Russlands Präsident Dmitri Medwedew hat vor kurzem die Rückständigkeit der russischen Wirtschaft kritisiert und eine Erneuerung Russlands unter größerer Beteiligung der Bevölkerung eingefordert. Doch wie ist es mit der Modernisierungsfähigkeit des Riesenreichs bestellt, wie könnte die Bevölkerung dafür mobilisiert werden?

Ratschläge für Regierende

Wissenschaftliche Politikberatung auf dem Prüfstand

von Niciole Renvert | 26.02.2010

Wer heute „Politik als Beruf“ (Max Weber) betreibt, muss sich in immer kürzerer Zeit in hochkomplexe Themen einarbeiten, Meinungen bilden, Position beziehen. Hilfe verspricht eine stetig wachsende Zahl von politischen Beratern und Beratungsinstitutionen. Doch was ist „gute Politikberatung“, und wer nimmt sie in Anspruch? Drei Neuerscheinungen.

Navigation für Lissabon

Drei Neuerscheinungen zu Europa

von Jan Techau | 11.01.2010

Nachdem zuletzt das Bangen um Irland und das Beäugen der finalen Winkelzüge des tschechischen Staatspräsidenten die Diskussion noch bändigen konnten, ist pünktlich zum Inkrafttreten des Lissabonner Vertrags eine Flutwelle von Interpretationen erschienen, die Orientierung versprechen. Drei Sammelbände helfen beim Kartieren des unbekannten Terrains.

Bukarester Bewältigungsblockaden

Was Rumäniens ungenügende Vergangenheitspolitik für Europa bedeutet

von Paul Hockenos | 11.01.2010

In keinem der ehemals kommunistischen Staaten Ost-Mitteleuropas wurde weniger unternommen, um die Vergangenheit aufzuarbeiten als in Rumänien. Und das, obwohl nirgendwo der Geheimdienst derart zentral für den Machterhalt des Regimes war wie hier. Mit den Folgen für die Gegenwart beschäftigen sich ein Historiker und ein Politologe.

Leben nach dem Genozid

Neue Bücher zu Völkermord und Geschichtspolitik

von Michael Schmunk | 11.01.2010

Wie kann man Kriegsverbrechen so aufarbeiten, dass eine Grundlage für nachhaltige Bewältigung und Versöhnung in der traumatisierten Post-Konflikt-Gesellschaft entsteht? Wo schlagen Fakten- und Wahrheitsfindung und Sühne eher in eine noch tiefere Spaltung der Gesellschaft um? Vier Neuerscheinungen suchen nach Antworten.

Von Geduld und Gelassenheit

Wege zu einer wirksamen Antiterrorstrategie

von Thomas Speckmann | 26.10.2009

Wird der Westen den Antiterrorkampf verlieren? Wie etwa kann ein Staat wie Afghanistan auf eigene Füße gestellt werden, wenn über ein Drittel seines BIP mit dem Anbau und Verkauf von Drogen erwirtschaftet wird und selbst Regierungsmitglieder in Schwarzwirtschaft und Korruption mitmischen? Vier Neuerscheinungen suchen nach Antworten.

Heimliche Helden

Ursachen und Folgen von „1989“ im Widerstreit der Meinungen

von Paul Hockenos | 26.10.2009

Nach dem Mauerfall und dem „Ende der Geschichte“ (Fukuyama) war man sich einig: Demokratie, freie Marktwirtschaft und liberale Werte hatten sich durchgesetzt. Umso bemerkenswerter, dass wir auch 20 Jahre später in einer zentralen Frage so weit von einem Konsens entfernt sind: Wie und warum eigentlich endete der Kalte Krieg so abrupt?

Der Stoff, aus dem die Kriege sind

Neue Bücher zu Ressourcenkonflikten

von Bettina Engels | 26.10.2009

Mit dem Klimawandel geraten Land und Wasser in den Fokus der Aufmerksamkeit. Während die einen erwarten, dass die Verknappung dieser Ressourcen besonders in den armen Ländern zu Auseinandersetzungen führen wird, halten andere nicht die Knappheit von Rohstoffen für entscheidend, sondern ihre Verteilung. Drei neue Debattenbeiträge.

Starre Schablone für weiche Faktoren

Dominique Moïsi entwirft einen „Kampf der Emotionen“

von Jan Techau | 27.08.2009

Auch Staaten und Großregionen lassen sich von Gefühlen leiten, und die aktuelle Weltpolitik lässt sich nicht ohne Blick auf emotionale Befindlichkeiten begreifen. Hoffnung, Angst und Demütigung bilden das Analyseraster von Moïsis „Kampf der Emotionen“, nach dem er die Welt in drei Gefühlszonen einteilt – und an allzu großer Vereinfachung scheitert.

Lehren statt Gewissheiten

Nikolaus Piper warnt vor der Illusion perfekter Sicherheit für die Weltwirtschaft

von Thomas Speckmann | 27.08.2009

Laisser-faire oder Regulierung? In Zeiten der Wirtschaftskrise steht die Politik vor komplexen Herausforderungen, Patent-rezepte zur Krisenbewältigung gibt es nicht. Nikolaus Piper plädiert für Regulierung – aber bitte mit Maß. Denn perfekte Sicherheit ist illusionär, und eine Wirtschaft, in der niemand Risiken eingeht, droht einzufrieren.

Notizen aus der Hölle

Geschichtsbilder und Vergangenheitsbewältigung im ehemaligen Jugoslawien

von Armando Garcia Schmidt | 27.08.2009

Auch 14 Jahre nach Srebenica ringen die Kontrahenten noch um die Deutung der Ereignisse. Lässt sich das Unvorstellbare literarisch erfassen, juristisch aufarbeiten, wahrheitsgemäß deuten? Sechs Neuerscheinungen zu Ursachen und Folgen von Krieg und Völkermord im ehemaligen Jugoslawien – und zum schmerzhaften Aufarbeitungsprozess.

Krieg erklären

Neue Bücher zur deutschen Außen- und Sicherheitspolitik

von Henning Riecke | 28.07.2009

„Bundeswehr liefert sich Gefecht mit Taliban“ (4.6.), „Deutsche Soldaten töten zehn Taliban“ (12.6.): Meldungen über Scharmützel aus Afghanistan sind nichts Neues. Dass deutsche Soldaten daran beteiligt sind, schon. Kommt doch Deutschlands Sicherheitspolitik seit 60 Jahren eher vorsichtig daher – zu vorsichtig? Drei neue Debattenbeiträge.

Comeback à la Corleone

Machtverlust anerkennen, Manövrierfähigkeit bewahren, Möglichkeiten nutzen: Wie sich Amerika neu erfinden kann

von Jan Techau | 28.07.2009

Seit der Wahl Barack Obamas zum US-Präsidenten hat die amerikanische Seelenforschung auch publizistisch wieder Hochkonjunktur – von der nüchternen Analyse über Programmschriften bis zur Wiederaneignung einer zwischenzeitlich abgekühlten Liebe. Drei Neuerscheinungen zeugen davon, wie schwer es ist, den Neuanfang zu gestalten.

Die Entdeckung Europas

Warum wir den alten Kontinent neu erfinden müssen

von Armando Garcia Schmidt | 04.05.2009

20 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ist Europa noch damit beschäftigt, sich vom „Normalisierungsschock“ (Karl Schlögel) zu erholen. Die Zeit der Selbstentdeckung, Selbsterkundung und Selbstbeschreibung hat gerade erst begonnen. Wie dieser Prozess zu gestalten ist, zeigen fünf Neuerscheinungen.

Ruheloses Riesenreich

Nach dem Konflikt ist vor dem Krieg: Russland und das Erbe der Sowjetunion

von Jörg Baberowski | 06.04.2009

Als das Imperium der UdSSR zerfiel, kehrten die interethnischen Zwistigkeiten zurück. Im Machtvakuum versuchten Nationalisten und Abenteurer die Gunst der Stunde zu nutzen. Besonders im Kaukasus wurden Konflikte zu Kriegen. Drei Neuerscheinungen über Unruhen, Untertanen und die Apokalypse als Normalzustand im postsowjetischen Russland.

Stell dir vor, Deutschland führt Krieg …

...und keiner schaut hin: Denkanstöße für eine überfällige Debatte

von Hanns W. Maull | 06.04.2009

Was soll, was kann und was muss die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik leisten, was soll die Bundeswehr, was darf sie und – vor allem – was kann sie? Über diese Fragen muss geredet und dann politisch gehandelt werden. Anregungen, Analysen und Materialien dafür liefern die vorliegenden Neuerscheinungen.

Die üblichen Verdächtigen

Asien macht mobil, doch Amerika bleibt mächtig: Die Weltordnung von morgen

von Thomas Speckmann | 02.03.2009

China, Indien, die Türkei mit Polen und Japan oder am Ende doch wieder die USA? Die Frage, wer die Welt im „postamerikanischen Zeitalter“ (Fareed Zakaria) lenken wird, beherrscht nach wie vor die Diskussion auf dem Buchmarkt. Vier Neuerscheinungen suchen nach Akteuren und Antworten für das 21. Jahrhundert.

Gewalt ohne Grenzen

Das „Jahrbuch Terrorismus 2007/2008"

von Kai Hirschmann | 02.02.2009

Die Anschläge in Mumbai vom vergangenen November haben erneut deutlich gemacht, dass Terror mit separatistischer und ideologischer Motivation eine Bedrohung bleibt, mit der wir uns intensiv beschäftigen müssen. Die Hintergründe des Schreckens und Strategien zu seiner Bekämpfung zeigt ein neuer Sammelband auf.

Handeln gegen den Wandel

Weltweiter Zertifikatemarkt und andere Rezepte zur Rettung des Planeten

von Sven Titz | 02.02.2009

2009 ist ein wichtiges Jahr für das Erdklima: Der neue US-Präsident hat eine klimapolitische Wende angekündigt, und im Dezember soll auf der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen ein Folgeabkommen zum Kyoto-Protokoll beschlossen werden. Welche Perspektiven sich in der Klima- und Energiepolitik bieten, wird in drei Neuerscheinungen diskutiert.

Kriminelles Wachstum

Neues von der Schattenseite der Globalisierung

von Jörg von Bilavsky | 02.02.2009

Wer sind die Gewinner der Globalisierung? Die Volkswirtschaften in China, Indien und Korea? Gewiss. Doch nicht nur die ehrlichen Geschäftsleute dieser Länder haben vom Zusammenbruch des Kommunismus und der Liberalisierung der Weltwirtschaft kräftig profitiert. Sondern auch das organisierte Verbrechen weltweit, wie Misha Glenny zeigt.

Bilanz der Ignoranz

Ein Sammelband zu energiesicherheitspolitischen Zielen und Versäunissen

von Heinrich Vogel | 05.01.2009

Wie können wir die Energieversorgung von morgen verlässlich und umweltverträglich gestalten? Das „Jahrbuch Internationale Politik“ bietet Analysen des bisherigen Scheiterns und zeigt auf, wie die mittel bis langfristigen weltpolitischen Dilemmata zu lösen sind, die sich aus der Aufgabe einer nachhaltigen Ressourcensicherung ergeben.

Ansichtssache Europa

Der alte Kontinent zwischen Wahrheit und Wahrnehmung

von Joachim Fritz-Vannahme | 05.01.2009

Zur Politikanalyse gehört gemeinhin eine gehörige Portion Psychologie. Nicht anders im Falle der EU: Fremd- und Selbstbilder bestimmen ihre inneren Auseinandersetzungen und spielen auch im Verhältnis zu Ländern wie China oder der Türkei eine nicht zu unterschätzende Rolle. Vier Neuerscheinungen zu Fakten und Fiktionen.

Anmaßende Schwäche

Ein Plädoyer für mehr Realismus in der deutschen Außenpolitik

von Jan Techau | 01.12.2008

Gleich drei Dinge liefert Peter Sloterdijk der deutschen außenpolitischen Elite: das Attest der Unbedenklichkeit, das Vokabular für aufrichtige Beiträge zur Militär- und Sicherheitsdebatte und das Rückgrat, um einer skeptischen Bevölkerung die bitteren Wahrheiten über eine harte Welt und die daraus folgenden politischen Imperative nahezubringen.

Patient oder Partner?

Vier Neuerscheinungen zu Geschichte und Gegenwart Afrikas

von Andreas Eckert | 01.12.2008

Der nigerianische Bürgerkrieg Ende der sechziger Jahre markierte einen Wendepunkt in der internationalen Wahrnehmung Afrikas: Aus dem Kontinent der Hoffnung wurde ein krisengeschüttelter und zur Entwicklung unfähiger Weltteil. Was tun? Journalisten und Wissenschaftler suchen nach Rezepten für die Zukunft.

Freiheit, die wir meinen

Der Neoliberalismus zwischen Lichtgestalt und Feindbild

von Klaus Peter Krause | 01.12.2008

Mit der Finanzkrise ist der Neoliberalismus zum Angriffsziel vieler Politiker und Medien geworden. Doch wer die Kritik am Neoliberalismus richtig einordnen will, muss sich zuerst mit seinen Grundlagen vertraut machen. Das Werkzeug dafür liefern drei Neuerscheinungen.

Senkrechtstarter und Schmuddelkinder

China und Indien im Widerstreit der Meinungen

von Dirk Nabers | 03.11.2008

Wohin steuern Peking und Neu-Delhi? Die Urteile über die zwei bevölkerungsreichsten Staaten der Welt rangieren auf einer Skala zwischen kommende Weltmächte und der Verdammung als Autokratie (China), defizitäre Demokratie (Indien), als Sicherheitsrisiko und Umweltsünder. Vier Neuerscheinungen führen die Diskussion weiter.

Im Bann des Mahdi

Der Islamismus zwischen Gesetz und Gewalt

von Jospeh Croitoru | 03.11.2008

Woher kommt der militante Islamismus – geografisch, historisch? Wie sieht der richtige Umgang mit den Fundamentalisten im Iran aus, wie der mit den Pragmatikern in der Türkei? Und wie lassen sich Europas Muslime besser integrieren? Neue Beiträge zu einer brisanten Debatte.

Pfeifen im Walde

Warum wir Amerika aller Differenzen zum Trotz brauchen

von Hanns W. Maull | 06.10.2008

Mit der Autobiografie von Helmut Schmidt und der Festschrift für Christian Hacke liegen zwei Neuerscheinungen zur deutschen Außenpolitik vor. Ihr Fazit fällt ähnlich aus: Statt Visionen ist auch in Zukunft Realpolitik gefragt, und ohne Amerika läuft weiterhin nicht viel.

Wem die Stunde schlägt

Vier Neuerscheinungen über ein Land am Scheideweg

von Stephan Bierling | 06.10.2008

Was kommt nach Bush? Erwartet uns „das Ende der Neokonservativen“ (Paul Krugman), entscheidet die Religion die Wahl, oder ist all das in einer „postamerikanischen Welt“ ohnehin nur noch von begrenzter Relevanz? Prognosen am Vorabend der US-Präsidentschaftswahlen.

Kuchen für alle

Beglückung oder Unterdrückung? Die Globalisierungsdebatte revisited

von Philip Plickert | 06.10.2008

Der Streit, ob die Globalisierung zu Ausbeutung führt oder Chancen auf Wohlstand schafft, geht in die nächste Runde. „Verteidigung der Globalisierung“ betitelt der Ökonom Jagdish Bhagwati sein jüngstes Werk. Doch steigende Preise für Rohstoffe, Energie und Lebensmittel signalisieren, dass die Globalisierung Opfer des eigenen Erfolgs wird. Was tun?

Ein antiamerikanisches Jahrhundert?

Entwarnung: Europa lehnt nicht ab, was Amerika ist, sondern was Washington tut

von Paul Hockenos | 28.09.2008

Die Ära Bush hat das Vertrauen der Europäer in Amerika nachhaltig beschädigt. Doch wie tief sitzt die Abneigung? Was ist platte Amerika-Schelte und was ernst zu nehmende Kritik an der politischen Führung des Landes? Und wird ein möglicher Regierungswechsel hin zu Barack Obama die transatlantische Beziehungskrise wieder beenden?

Wie wir in der Krise wachsen

Der Ruf nach einem Paradigmenwechsel: Neue Bücher zur Weltwirtschaft

von Katharina Gnath | 01.09.2008

Kann in einer globalisierten Wirtschaft Wohlstand für viele gegeneinander oder nur miteinander gewonnen werden? Wie ist angesichts der ökologischen Probleme des 21. Jahrhunderts überhaupt Wachstum möglich? Prominente Ökonomen und ein Publizist geben in drei Neuerscheinungen und einem aktualisierten Werk unterschiedliche Antworten.

Globale Wirtschaftsanarchie

Allen Schattenseiten der zweiten Globalisierung zum Trotz blickt Loretta Napoleoni hoffnungsvoll in die Zukunft

von Thomas Speckmann | 07.07.2008

Prostitution, organisiertes Verbrechen, Menschenhandel: Die Liste der Schattenwelten der Globalisierung ist lang. Doch gab es all das mutatis mutandis schon zu Zeiten der industriellen Revolution. Und wie damals könnte sich auch heute erweisen, dass dort, wo Gefahr ist, auch das Rettende wächst.

Die Lesbarkeit des globalen Zeitalters

Warum die Globalisierung nicht das Ende des Nationalstaats bedeutet

von Kornelia Konczal | 07.07.2008

Wird der Staat durch die Globalisierung nachhaltig geschwächt? Ist er überhaupt noch imstande, ihr Widerstand entgegenzusetzen? All diese Fragen, die in kaum einer Abhandlung zum Thema fehlen, werden in der neuen Studie von Saskia Sassen bewusst nicht gestellt. Sassens Interesse gilt der Neuverteilung der Macht innerhalb des Staates.

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