Fokus
Von Kopenhagen nach Cancún
Roadmap für eine europäische Klima-Realpolitik
von Sascha Müller-Kraenner und Martin Kremer
Ende dieses Jahres soll im mexikanischen Cancún eine Roadmap für ein verbindliches Klimaabkommen auf den Weg gebracht werden. Fanden sich die Europäer während des enttäuschenden Gipfels von Kopenhagen in der Statistenrolle wieder, so müssten sie dem Verhandlungsprozess jetzt mit neuen Initiativen Schwung verleihen.
Aus der aktuellen Ausgabe
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Die sanfte Brückenmacht
Eine Supermacht wird Indien so schnell nicht werden. Aber ein Vermittlervon Sunil Khilnani
Dass Indien an Bedeutung gewinnt, daran besteht kein Zweifel. Eine eindeutige Selbstdefinition wird ein Land, das so groß, so komplex und so unheilbar diskutierfreudig ist, nicht bieten können. Aber es besitzt einen unschlagbaren Vorteil: eine weltweite Legitimität als Machtbasis, die es als Moderator zwischen Arm und Reich geradezu prädestiniert.
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Augen auf und durchwurschteln
Wie Experten außerhalb der Euro-Zone die Krise bewertenBrüssel spannt milliardenschwere Rettungsschirme, den PIIGS-Staaten drohen schwere wirtschaftliche Turbulenzen und das Vertrauen in den Euro wackelt. Die IP hat Experten aus Großbritannien, Polen, der Türkei, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten gefragt: Wie erfolgreich ist das bisherige Krisenmanagement der Europäer? Was bedeutet die Euro-Krise für das Projekt Europa, und wie wirkt sie sich auf Staaten außerhalb der Euro-Zone aus? Und schließlich: Welche Maßnahmen sollten die Verantwortlichen in Brüssel und den Mitgliedsstaaten nun ergreifen?
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Mehr Mars, weniger Venus
Obama setzt im Nahen Osten auf Versöhnung – den Iran freut’svon Gil Yaron
Barack Obamas Charme-Offensive im Nahen Osten ist bisher wenig erfolgreich – immer mehr ehemalige Verbündete des Westens suchen die Nähe zum Iran, dem größten Rivalen der USA in der Region. Obama konnte die wichtigsten regionalen Akteure nicht überzeugen, und Washington verliert im Kampf gegen das Regime in Teheran immer mehr an Boden.
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Online Exklusiv
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Gefährliche Abhängigkeit
von Stormy-Annika Mildner und Gitta Lauster
Fast ein Drittel der amerikanischen Rohölproduktion stammt aus der Offshore-Förderung, der Großteil aus dem Golf von Mexiko. Doch auch die Katastrophe der Deepwater Horizon wird nicht das Ende des Ölzeitalters einläuten: Zu groß ist die Abhängigkeit, ein schneller Wandel in der Klima- und Energiepolitik ist nicht zu erwarten.
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Am großen Wurf vorbei
von Carlo Masala
Die Nuclear Posture Review begrenzt die Einsatzmöglichkeiten von Atomwaffen, hält jedoch explizit am Einsatz gegen Staaten fest, die nicht Teil des Nichtverbreitungsregimes sind. Wenn sich aber der Iran und Nordkorea durch eine solche Strategie veranlasst sähen, die Entwicklung eigener Sprengköpfe zu beschleunigen, hätte sie ihr Ziel verfehlt.
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Brasilien und die Bombe
von Hans Rühle
Einen ultimativen Beweis gibt es (noch) nicht. Aufgrund der Vorgeschichte und aller Erfahrung im Umgang mit vergleichbaren Entwicklungen lässt sich aber sagen: Brasilien entwickelt mit größter Wahrscheinlichkeit Nuklearwaffen. In drei Jahren könnten sie produziert werden. Mit der Vision einer kernwaffenfreien Welt wäre es dann völlig vorbei.
Buchkritik und Dokumentation
Villa Kunterbunt
von Jörg Himmelreich
Zukunftslabor der IT-Branche, Boomland und Armenhaus, Schmelztiegel von Religionen und Sprachen: Der immer wieder prophezeite Aufstieg Indiens führt zu einer Flut von Neuerscheinungen, vornehmlich im englischen Sprachraum. Die Neugier, über Indien zu lesen wächst, um doch nur immer neue Fragen aufzuwerfen. Sieben Versuche.
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Wo Obama eine Chance hat
von Carlos Widmann
Die Wandlung des kompromissfreudigen Islam in Südostasien in den strengeren, radikaleren Islamismus von heute lässt die Alarmglocken schrillen. Die nächste Front im Kampf der Kulturen? Nicht notwendigerweise. Christopher Bond und Lewis Simons legen alle Erkenntnisse vor, die in Südostasien ein Desaster des Westens vermeidbar machen sollten.
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Abstieg eines Shooting-Stars
von Armando Garcia Schmidt
Was ist nur mit Spanien los? Die einstige Vorzeige-Volkswirtschaft unter den Euro-Staaten steht tief in den roten Zahlen. Von Europa-Euphorie ist während der spanischen Ratspräsidentschaft nichts zu spüren, und der demokratische Konsens droht an der unerledigten Aufarbeitung von Unrecht während des Franco-Regimes zu zerbrechen.
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