Fokus

Vom Stamm zum Staat

Masterplan mit Clanchefs: Wie man Afghanistan dauerhaft stabilisieren könnte

von Amitai Etzioni

In der Debatte über Nation Building wird eins oft vergessen: Möchte man einen Staatenbau „von oben“ und quasi mit dem Dachstuhl beginnen? Oder will man sich von unten nach oben vorarbeiten? Nicht nur das Beispiel Afghanistan zeigt: Es kann sinnvoll sein, nicht mit dem Aufbau eines Zentrums zu beginnen, sondern mit der Peripherie.

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Aus der aktuellen Ausgabe

  • Verarbeiten, verurteilen, verhindern

    Genozid und internationale Gemeinschaft

    von Walter Laqueur

    An ambitionierten Analysen und guten Ratschlägen zum Thema Völkermord herrscht kein Mangel. Eine schlüssige Idee, wie man ihn unterbinden kann, war bislang nicht dabei. Nur eines scheint sicher: Mit einer Übertragung der Verantwortung von den UN auf regionale Organisationen könnte auch nicht weniger unternommen werden, als es zurzeit der Fall ist.
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  • Historische Staffelübergabe in Europa

    Spanien übernimmt die EU-Ratspräsidentschaft von Schweden

    von Ulrike Guérot

    Schweden hat es besonders zu spüren bekommen: Das alte System des nationalen EU-Vorsitzes hat sich in weiten Teilen überholt, immer mehr bestimmen aktuelle Themen die Tagesordnung. Was bedeutet dies für den spanischen Ratsvorsitz? Für Madrid wird es mit dem Lissabon-Vertrag schwer werden, eigene Akzente zu setzen.
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  • Die selbstgefesselte Republik

    von Constanze Stelzenmüller

    Deutsche Sicherheitspolitik, 20 Jahre nach dem Mauerfall: zurückgeblieben hinter Nötigem und Möglichem. Eine Polemik in fünf Thesen und Empfehlungen.
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Online Exklusiv

  • Zivil statt Courage

    von Henning Hoff

    Nichts weniger als ein Neustart am Hindukusch stand auf dem Programm, als sich die internationale Gemeinschaft Ende Januar in London zur Afghanistan-Konferenz versammelte; ein Neustart, der den Weg für den Abzug der westlichen Truppen ebnen sollte. Das aber wird nur funktionieren, wenn man sich unangenehmen Realitäten nicht weiter verschließt.

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  • Mittler zwischen Nord und Süd

    von Christian von Soest

    Südafrika hat an dem in letzter Minute ausgehandelten „Copenhagen Accord“ maßgeblich mitgewirkt. Das zeigt die wachsende Bedeutung von informellen oder Ad-hoc-Gruppen in der multipolaren Weltordnung. In weiteren Klimaverhandlungen wird Pretoria gebraucht – und auf weitere Geld- und Technologietransfers drängen.

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  • Weichenstellung statt Katerstimmung

    von Sascha Müller-Kraenner

    Es war ein Scheitern auf ganzer Linie: Weder gelang es der Europäischen Union, sich in Kopenhagen neben den USA und China als treibende klimapolitische Kraft zu etablieren. Noch erreichte sie ein einziges ihrer zentralen Verhandlungsziele. Nun gilt es, den multilateralen Klimaprozess mit überzeugenden Strategien wiederzubeleben.

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Buchkritik und Dokumentation

Leben nach dem Genozid

von Michael Schmunk
Wie kann man Kriegsverbrechen so aufarbeiten, dass eine Grundlage für nachhaltige Bewältigung und Versöhnung in der traumatisierten Post-Konflikt-Gesellschaft entsteht? Wo schlagen Fakten- und Wahrheitsfindung und Sühne eher in eine noch tiefere Spaltung der Gesellschaft um? Vier Neuerscheinungen suchen nach Antworten.
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Bukarester Bewältigungsblockaden

von Paul Hockenos
In keinem der ehemals kommunistischen Staaten Ost-Mitteleuropas wurde weniger unternommen, um die Vergangenheit aufzuarbeiten als in Rumänien. Und das, obwohl nirgendwo der Geheimdienst derart zentral für den Machterhalt des Regimes war wie hier. Mit den Folgen für die Gegenwart beschäftigen sich ein Historiker und ein Politologe.
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Navigation für Lissabon

von Jan Techau
Nachdem zuletzt das Bangen um Irland und das Beäugen der finalen Winkelzüge des tschechischen Staatspräsidenten die Diskussion noch bändigen konnten, ist pünktlich zum Inkrafttreten des Lissabonner Vertrags eine Flutwelle von Interpretationen erschienen, die Orientierung versprechen. Drei Sammelbände helfen beim Kartieren des unbekannten Terrains.
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Dokumentation


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