Fokus

Vom Stamm zum Staat

Masterplan mit Clanchefs: Wie man Afghanistan dauerhaft stabilisieren könnte

von Amitai Etzioni

In der Debatte über Nation Building wird eins oft vergessen: Möchte man einen Staatenbau „von oben“ und quasi mit dem Dachstuhl beginnen? Oder will man sich von unten nach oben vorarbeiten? Nicht nur das Beispiel Afghanistan zeigt: Es kann sinnvoll sein, nicht mit dem Aufbau eines Zentrums zu beginnen, sondern mit der Peripherie.

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Aus der aktuellen Ausgabe

  • Rettet die nukleare Ordnung

    …und schafft die Atomwaffen ab!

    von Oliver Thränert

    Die Menschheit steht vor einer doppelten Herausforderung: Wollen wir die Welt von Atomwaffen befreien, muss zunächst die nukleare Ordnung gerettet werden. Dazu benennt der Autor sieben zentrale Punkte. Umgekehrt gilt: Ohne die Perspektive einer Welt ohne Kernwaffen können wir die nukleare Ordnung nicht aufrechterhalten.
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  • Wie wird man Atommacht?

    Ein Leitfaden für Anfänger

    von Michael Rühle

    Sie wollen sich mehr Respekt bei Ihren Nachbarstaaten verschaffen? Sie sind es leid, dass die Amerikaner Ihre hegemonialen Ambitionen ständig durchkreuzen? Sie möchten endlich in der Oberliga mitspielen? Dann gibt es nur eine Lösung: Sie brauchen Nuklearwaffen.
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  • Neue Eliten, altes Spiel

    Der anatolische Mittelstand macht den Kemalisten das Machtmonopol streitig

    von Michael Thumann

    Im Machtkampf zwischen anatolischen Aufsteigern und kemalistischem Establishment geht es nicht um Religion, sondern um die Kontrolle der republikanischen Institutionen. Doch anstatt ihre Reformversprechen einzulösen und das Demokratiedefizit zu beseitigen, findet die AKP-Regierung allmählich Gefallen am türkischen Zentralismus.
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Online Exklusiv

  • Zerrissene Nation

    von Veit Straßner

    Bis heute spaltet die Erinnerung an die Pinochet-Diktatur Chiles Gesellschaft. Die Mitte-Links-Regierungen von 1990 bis 2010 konnten einige Fortschritte bei der Aufklärung der Menschenrechtsverletzungen, der Strafverfolgung und der Erinnerungspolitik vorweisen. Für Lateinamerika eine beachtliche Leistung, aber der Prozess ist noch lange nicht abgeschlossen.

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  • Zivil statt Courage

    von Henning Hoff

    Nichts weniger als ein Neustart am Hindukusch stand auf dem Programm, als sich die internationale Gemeinschaft Ende Januar in London zur Afghanistan-Konferenz versammelte; ein Neustart, der den Weg für den Abzug der westlichen Truppen ebnen sollte. Das aber wird nur funktionieren, wenn man sich unangenehmen Realitäten nicht weiter verschließt.

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  • Weichenstellung statt Katerstimmung

    von Sascha Müller-Kraenner

    Es war ein Scheitern auf ganzer Linie: Weder gelang es der Europäischen Union, sich in Kopenhagen neben den USA und China als treibende klimapolitische Kraft zu etablieren. Noch erreichte sie ein einziges ihrer zentralen Verhandlungsziele. Nun gilt es, den multilateralen Klimaprozess mit überzeugenden Strategien wiederzubeleben.

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Buchkritik und Dokumentation

Ratschläge für Regierende

von Nicole Renvert
Wer heute „Politik als Beruf“ (Max Weber) betreibt, muss sich in immer kürzerer Zeit in hochkomplexe Themen einarbeiten, Meinungen bilden, Position beziehen. Hilfe verspricht eine stetig wachsende Zahl von politischen Beratern und Beratungsinstitutionen. Doch was ist „gute Politikberatung“, und wer nimmt sie in Anspruch? Drei Neuerscheinungen.
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Mütterchen Russland und die Moderne

von Stefan Meister
Russlands Präsident Dmitri Medwedew hat vor kurzem die Rückständigkeit der russischen Wirtschaft kritisiert und eine Erneuerung Russlands unter größerer Beteiligung der Bevölkerung eingefordert. Doch wie ist es mit der Modernisierungsfähigkeit des Riesenreichs bestellt, wie könnte die Bevölkerung dafür mobilisiert werden?
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